Gibt es Schneetiere?

Philip Pinguin erzählt

Ich habe völlig vergessen zu erzählen wie wir Maximilian kennengelernt haben. Das muss ich jetzt unbedingt nachholen.

MaximilianEs war an einem wunderschönen Wintertag. Die Sonne schien, es war fast windstill und es lag noch richtig viel Schnee. Gwendolin und ich beschlossen, einen Schneemann zu bauen. Genauer gesagt uns schwebte eine ganze Familie vor, die wir um einen Baum herum aufstellen wollten. Im Garten hatten wir viel Platz. Wir rollten große Kugeln. Das ging ganz schnell und einfach. Aber dann: wir mühten uns ab, die Kugeln aufeinander zu stapeln. Es war zum Verzweifeln, wir hatten nicht genug Kraft. Kaum hatten wir eine Kugel halb hoch gewuchtet, fiel sie wieder herunter, zerbrach in Tausend Stücke und wir konnten wieder von vorn anfangen.

Wir keuchten und schnauften während wir schufteten. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Das machte doch keinen Spaß. Plötzlich schüttelte sich der Baum und eine Ladung Schnee begrub uns unter sich. Dann hörten wir jemanden lachen. Wir sahen uns um, es war niemand zu sehen.
„Wieso fällt der Schnee nur von diesem einen Baum herunter?“ fragte Gwendolin.
Sie hatte recht. Auf allen anderen Bäumen lag der Schnee genauso unberührt wie vorher. Und wieder lachte jemand. Langsam wurde ich wütend; da machte sich jemand über uns lustig. Während ich mich noch verdutzt umsah, verschwand Gwendolin plötzlich.
„Gwendolin?“ Weiterlesen

Der Giftzwerg

Professor Dreikant erzählt

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Max, ein alter weißhaariger Zwerg, saß an dem Tisch vor seinem Haus und war vollkommen in seine Arbeit vertieft.

„Du bist ein Verräter!“

„Du hast dem Giftzwerg den Eingang zu unserer Welt gezeigt!“

Eine Frau zeterte: „Du bist Schuld, dass er mich und meine Familie aus unserem Haus geworfen hat! Wir haben unser Haus verloren, weil du ihn hergeholt hast.“

Max fuhr erschrocken aus seiner Versunkenheit. Zahllose Bewohner des Zwergenreiches kamen drohend auf ihn zu. Er starrte sie verständnislos an. Weiterlesen

Fundstücke

Rabe erzählt

Rabe
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Ein Fuchs saß unter einem Baum nahe an einem tiefen Abgrund und starrte in die Luft.
Ein Wolf näherte sich: „Wieso starrst du Löcher in die Luft?“

„Keine Löcher. Sieh mal da.“

„Was ist das denn?“ An einem dicken Ast baumelte an einem Strick ein Trommelrevolver.
„Das ist so ein Ding, mit dem die Menschen sich gegenseitig totschießen.“ Der Fuchs freute sich, endlich einmal sein Wissen anbringen zu können. „Und solche ähnlichen Dinger benutzen sie leider auch, um uns zu totzuschießen.“ Weiterlesen

Das Mondmännlein

Professor Dreikant erzählt

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vom Mondmännlein und seinem Abenteuer mit dem Wassermann.

Das Mondmännlein stand verloren mitten im Wald. Die Nacht war stockfinster nachdem der Mond sich hinter einer Wolke versteckt hatte. Es hörte Geräusche um sich herum, die es nicht kannte und die es ängstigten. Wie war es nur hierher geraten? Es hatte doch eben noch auf seinem bequemen Lager auf dem Mond vor sich hin geträumt. Es machte vorsichtig einen Schritt, trat auf welkes Laub, das laut knarrende Geräusche von sich gab. Erschrocken hielt das Mondmännlein inne. Weiterlesen

Märchenstunde

Philip Pinguin erzählt

Professor Dreikant
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Es war ein wunderbarer warmer sonniger Tag. Wir hatten es uns nach dem Mittagessen an einem schattigen Platz am Bach gemütlich gemacht und dösten vor uns hin. Plötzlich sprang Paula auf.

„Ich gehe zu unserem alten Garten.“
Gwendolin öffnete verschlafen ein Auge und fragte entgeistert: „Was willst du da denn?“
„Ich habe heute Nacht von dem Garten geträumt. Es war ein wunderschöner Traum und ich muss unbedingt nachsehen, ob es stimmt, was ich geträumt habe.“ Weiterlesen